Pi-Chin Chien

Pi-Chin Chien, Violoncello (Kurzfassung)

Als international gefragte Solistin und Kammermusikerin konzertierte Pi-Chin Chien auf den grossen Bühnen der Welt, wie der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, dem Konzerthaus Berlin oder der Tonhalle Zürich. Als Solistin erschienen CDs mit David Zinman, Ruben Gazarian und Wen-Pin Chien, dem Philharmonia Orchestra London oder Zürcher Kammerorchester. Großen Erfolg feierte 2015 ihr Album «Taiwan Rhapsody» (Sony Classical) begleitet vom Royal Philharmonic Orchestra, London.

Pi-Chin Chien spielte zahlreiche Weltpremieren von zum Teil ihr gewidmeten Cellokonzerten und Kammermusik-Werken. Davon zeugt auch eine umfangreiche Diskographie.

Pi-Chin Chien spielte zu Ehren von Richard von Weizsäcker anlässlich der Verleihung der Kaiser-Otto-Medaille, sowie 2016 bereits zum zweiten Mal auf Einladung des Präsidenten von Taiwan in der Reihe der renommierten Präsidentenpalast-Konzerte. Pi-Chin Chien ist künstlerische Leiterin der «Swiss Music Night» in Taiwan, sowie des Musikfestes «Confluence» in Zürich.

Geboren in Taiwan studierte sie in Zürich, Luzern und Prag bei Markus Stocker, Claude Starck, Marek Jerie und Stanislav Apolin und schloss mit dem Solistendiplom «mit Auszeichnung» ab. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Pierre Fournier, Mstislav Rostropowitsch, Yo-Yo Ma, Daniil Shafran und Arto Noras. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen an Internationalen und Nationalen Wettbewerben.

Ausführlicher Lebenslauf

«Pi-Chin Chien ist zum Cellospielen geboren … Sie ist die Begabung, auf die ich die letzten Jahrzehnte gewartet habe … » So äußerte sich Pierre Fournier gegenüber der China Times, als er sie zum ersten Mal hörte. Pi-Chin Chien wurde in Taiwan geboren. Schon als Kind wurde man auf ihr außergewöhnliches Talent aufmerksam, und bereits mit dreizehn Jahren spielte sie das Saint-Saëns Cellokonzert auf einer Tournee mit dem «Taipei Symphony Orchestra». Sie kam bereits sehr jung in die Schweiz und begann ihre Studien in Zürich, Luzern und Prag bei Markus Stocker, Claude Starck, Marek Jerie und Stanislav Apolin und schloss mit dem Solisten-Diplom «mit Auszeichnung» ab. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Pierre Fournier, Mstislav Rostropowitsch, Yo-Yo Ma, Daniil Shafran und Arto Noras.

Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In ihrer Heimat gewann sie mehrmals hintereinander den ersten Preis beim nationalen Musikwettbewerb. Neben einem Spezial-Preis beim Leonard Rose-Wettbewerb in Washington erhielt sie mehrere Förderungs- und Studienpreise (Förderungs-Preis der Stadt Zürich, Kiwanis-Preis, Koecker-Preis, Edwin Fischer-Preis), und sie war Preisträgerin beim Wettbewerb «Förderung junger Musiker» unter dem Patronat der UBS.

Solistische Tätigkeit und spezielle Projekte

Immer wieder setzte sie sich für wenig bekannte Werke ein, und trug mit ihren Ersteinspielungen des Cellokonzertes „Mysterien“, des Tripelkonzertes «Episodes Concertantes» wie der Cellosonate wesentlich zur momentanen Wiederentdeckung des Schweizer Spätromantikers Paul Juon bei.

Pi-Chin Chien spielte zahlreiche Weltpremieren von zum Teil ihr gewidmeten Cellokonzerten und Kammermusik-Werken. Davon zeugt auch eine umfangreiche Diskographie.

Besondere Beachtung fand das 2015 bei Sony Classical erschienene Album «TAIWAN RHAPSODY», mit von ihrem Mann, dem Schweizer Komponisten Fabian Müller für sie geschriebenen romantisch-symphonischen Rhapsodien für Violoncello und Orchester, basierend auf Volksliedern ihrer Heimat Taiwan. Begleitet wird sie vom Royal Philharmonic Orchestra London unter der Leitung von Wen-Pin Chien. Die Werke dieses Albums hat sie in Taiwan im Januar 2015, begleitet vom «National Taiwan Symphony Orchestra» NTSO mit großem Erfolg uraufgeführt. 2017 und 2018 (Philharmonie Berlin) stehen weitere Aufführungen dieses Werkes in Deutschland bevor.

Zu ihren aktuellen Projekten gehört auch «Dialogues Cellestes», ein von Antônio Meneses angeregtes Doppel-Konzert für zwei Violoncelli und Orchester, das Fabian Müller für sie und Antônio Meneses geschrieben hat. Mit den beiden Solisten erschien das Werk 2013 (Royal Philharmonic Orchestra, London, ARS-Produktion). Die Schweizer Erstaufführung fand im April 2014 statt und die Taiwan Premiere im Mai 2012 in der «National Concert Hall» in Taipei.

2012 spielte Pi-Chin Chien die Weltpremiere eines speziellen, dem Thailand Philharmonic Orchestra gewidmeten Cellokonzertes mit dem Titel «Sirimadi». Das von einer thailändisch-buddhistischen Erzählung inspirierte Werk entstand im Auftrag der Schweizer Botschaft zu den 80-Jahr-Feierlichkeiten der thailändisch-schweizerischen Beziehungen.

Künstlerische Intendanz

Pi-Chin Chien ist künstlerische Leiterin des «Confluence» Musikfestes in Zürich, sowie der 2017 bereits zum vierten mal stattfindenden „Swiss Music Night“-Konzertserie in Taiwan. 2016 brachte sie in diesem Rahmen Paul Juons Meisterwerk, das Tripelkonzert «Episodes Concertantes» erstmals nach Taiwan, zusammen mit Willi Zimmermann (Violine) und Pi-Hsien Chen (Klavier) begleitet vom «National Taiwan Symphony Orchestra» NTSO und unter der Leitung von Kaspar Zehnder.

Kammermusik

Kammermusik ist Pi-Chin Chiens große Leidenschaft. Zu ihren ständigen Kammermusikpartnern gehören Willi Zimmermann (Violine) Ryszard Groblewski (Viola) und Roberto Paruzzo (Klavier) mit denen sie unter dem Namen «Ravan» gleich zwei Formationen vereint, das «Ravan String Trio» und das «Ravan Piano Trio». www.ravantrio.com

Gemeinsam mit Fabio di Càsola, Kamilla Schatz und Benjamin Engeli gründete sie 2012 das «Zurich Ensemble» und war Mitglied des «Ensemble Kandinsky», das mit seinen Programmen an Orten wie dem Guggenheim Museum in Bilbao oder der Tate Gallery in London bildende Kunst mit Musik in Verbindung brachte.

Höhepunkte der letzten Jahre

Begleitet vom Philharmonia Orchestra, London, unter der Leitung von David Zinman nahm Pi-Chin Chien das ihr gewidmete erste Cellokonzert von Fabian Müller auf CD auf (col legno), und für das Label «Musiques Suisses» hat sie mehrere CDs mit Werken von Schweizer Komponisten eingespielt: Mit Adrian Oetiker (Klavier), Werke für Violoncello und Klavier, sowie begleitet vom Zürcher Kammerorchester und mit den Co-Solisten Adrian Oetiker und Harry White (Saxophon) konzertante Werke mit Streichorchester.

Die Weltersteinspielung des Cellokonzertes «Mysterien» von Paul Juon nahm sie mit mit den Krakauer Philharmonikern und unter der Leitung von Tomasz Bugaj auf. In Zusammenarbeit mit dem Petersen-Quartett in Berlin realisierte sie eine weitere CD-Einspielung für das Label Capriccio.

Pi-Chin Chien spielte zu Ehren von Richard von Weizsäcker anlässlich der Verleihung der Kaiser-Otto-Medaille der Stadt Magdeburg, sowie bereits zweimal auf Einladung des Präsidenten von Taiwan in der Reihe der renommierten Präsidentenpalast-Konzerte 2016 und 1998.

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© 22. April 2017 / Pi-Chin Chien (www.pichin.net)