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簡碧青

Pi-Chin Chien, Violoncello

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Fabian Müller:

«Sirimadi»

Konzert für Violoncello und Orchester
nach einer buddhistischen Erzählung aus Thailand

Sirimadi
Welt-Premiere 2012
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Am 1. und 2. Juni 2012 feierte ein ausserordentliches Cellokonzert des Schweizer Komponisten Fabian Müller seine Welt-Premiere. Komponiert für das Thailand Philharmonic Orchestra (TPO) und das 80 Jahr-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Thailand und der Schweiz, hat die Musik einen starken Bezug zu Thailand.

Der Komponist schöpfte seine Inspiration aus der thailändischen Erzählung von der Königin Sirimadi aus dem Panya Chadok (Thai Jataka Sammlung). Jatakas beschreiben frühere Leben des Buddha und seinen Weg zur Erleuchtung. Die Geschichte wurde zunächst auf Palmblätter notiert und später aus der Tai Lue Sprache übersetzt.

Sie erzählt von der Königin Sirimadi, die dem König Yotsakit in den Wald folgt, um ein Einsiedlerleben zu führen. Yotsakit hat sich dazu entschieden, um seine Stadt Djampak vor einem Blutvergiessen zu bewahren als es zu Machtkämpfen mit einem fremden König kam. König Yotsakit wurde jedoch bald danach gefasst und ins Gefängnis gebracht, und die Armee des bösen Königs Wiluparat übernahm die Herrschaft über die Stadt Djampak. Als der König seine ausweglose Situation erkennt, bittet er Sirimadi mit dem ungeborenen Kind, das sie in sich trug zu fliehen. Jahre vergehen und der Prinz, dem Sirimadi den Namen Siri Wibun Kit gibt, wächst zu einem schönen Jungen heran, der seiner Mutter mit ganzer Kraft dient. Die Geschichte folgt dann dem mutigen Prinzen, der bereit ist, sich für seine Eltern zu opfern und beschreibt, wie der Prinz durch seine Hingabe und Dankbarkeit die Erleuchtung erreicht.

"Es ist eine inspirierende, dramatisch-epische Geschichte von Liebe und Treue, weiser Führung und Erleuchtung», erklärt der Schweizer Komponisten. «Es war mir ein Anliegen in diesem Werk einen Bezug zu Thailand zu schaffen. Dieser Bezug ist in den musikalischen Bildern der Geschichte, aber auch in der Orchestrierung zu finden.»

In Müllers Komposition ergänzen traditionelle thailändische Instrumente, zwei Khawang Mawn und Ching & Chab, die symphonische Instrumentierung. Es entstand eine lyrische Musik, die in ihrem manchmal romantisch-epischen Klang eine gewisse Nähe zu Filmmusik aufweist. Fast könnte man sie als ein Pendant zum chinesischen Butterfly Lovers‘ Violinkonzert sehen – nun jedoch kein Violinkonzert, sondern ein Konzert für Violoncello und Orchester.


Fabian Müller, Pi-Chin Chien and Claude Villaret at the Musical College of Mahidol University.


Rehearsal of «Sirimadi»


Traditional Thai Instruments used in the orchestration